Community

Fußballabteilung wirkt beim Projekt LOS mit

Achtung, öffnet in einem neuen Fenster. PDFDruckenE-Mail

ETSV - Integrationsarbeit

Ein zweiter warmer Regen für Nordwest
Nach Vier-Millionen-Programm jetzt weitere 100 000 Euro für Kleinstprojekte

Jetzt profitieren die Nordweststädter gleich von zwei staatlichen Fördertöpfen: Während das Vier-Millionen-Programm »Die soziale Stadt« die nächsten acht Jahre läuft, stehen weitere 100 000 Euro bis Mitte 2005 für »experimentelle Projekte« zur Verfügung.

Von: Wolfgang Kollmer

Offenburg. Damit die »Nordweststadt kein sozialer Brennpunkt« (Sozial-Fachbereichsleiter Bernhard Schneider) wird, legt die Stadt in den nächsten Jahren einen Entwicklungsschwerpunkt auf diesen 4000-Einwohner-Stadtteil, der mit 17 Prozent den größten Ausländeranteil in Offenburg hat.

Was von Einwohnern, Vereinen, Gruppen und der Stadt seit vier Jahren in dem Entwicklungsprozess »Mehrlin« (Mehr Lebensqualität in Nordwest) zusammengetragen worden ist, wird jetzt durch viel Geld aus Berlin erst möglich: Im Sommer dieses Jahres startet das bis 2013 laufende Bundesprogramm »Die soziale Stadt« mit einem Fördervolumen von vier Millionen Euro. Der städtische Anteil daran beträgt 40 Prozent. Profitieren werden davon sowohl öffentliche als auch private Vorhaben.

Mit heißer Nadel gestrickt

Im Kielwasser davon haben die Stadtverantwortlichen um den »Mehrlin-Manager« Rudolf Kothmeier einen weiteren Topf in Berlin aufgetan: 100 000 Euro aus dem Bundesprogramm »Lokales Kapital für soziale Zwecke« (LOS). Es soll Kleinprojekte fördern mit dem Schwerpunkt, Jugendlichen Zugang zum Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Wie Kothmeier und Co. gestern in einem Pressegespräch betonten, sei das neue Programm mit heißer Nadel gestrickt. In nur zwei Monaten habe man gemeinsam mit den »Mehrlin«-Akteuren 30 Ideen gesammelt, von denen 15 übrig geblieben seien. Diese müssten bis Mitte des Jahres abgeschlossen sein. Für 13 der 15 Projekte werden noch jede Menge Teilnehmer gesucht.

Die Projekte werden fast nur in freier Trägerschaft umgesetzt, die Stadt hat lediglich moderierende Funktion. Für Fachbereichsleiter Schneider sind die 100 000 Euro, von denen ein Fünftel für die Finanzierung von Verwaltungskosten reserviert sind, für »experimentelle Ansätze« gemünzt. Menschen sollen beteiligt und Netzwerke aufgebaut werden. »Ohne Mehrlin«, lobte Kothmeier, »hätten wir die Aufnahme in LOS nie so schnell hingekriegt.«

Die Liste der 15 Projekte steht auf der 3. Lokalseite.

fs23Ein zweiter warmer Regen für Nordwest

fs11Nach Vier-Millionen-Programm jetzt weitere 100 000 Euro für Kleinstprojekte