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KICKFORMORE Auftaktveranstaltung am 21.07.07 in Ostfildern

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ETSV - Integrationsarbeit

Am Samstag, den 21. Juli wurde in Ostfildern die Baden-Württemberg weite Straßenfußball-Liga KICKFORMORE offiziell gestartet. Offenburg ist neben fünf weiteren Städten Teil dieser Liga und nahm mit zwei Mannschaften am Eröffnungsturnier teil. Sie waren beim „Straßenfußball für Toleranz“-Turnier beim Internationalen Fest als Sieger vom Platz gegangen und durften Offenburg beim KICK OFF repräsentieren. Dort fand neben dem Auftaktturnier der Jugendlichen auch ein Promispiel statt. Der ehemalige Boxprofi Axel Schulz, Schirmherr von KICKFORMORE, trat mit den ehemaligen Bundesligaprofis des VfB Stuttgart Roland Mall und Buffy Ettmayer, dem Oberbürgermeister von Ostfildern Christof Bolay und Miriam Mayer-Vorfelder, Vorstand von KICKFAIR, gegen eine Auswahl von Jugendlichen an.

Mit KICKFORMORE entsteht in Baden- Württemberg eine ganz besondere Straßenfußball- Liga, in der nach den besonderen Regeln des „Straßenfußball für Toleranz“ gespielt wird: Hier gibt es keine Schiedsrichter, sondern Teamer, die vor dem Spiel gemeinsam mit dem Mannschaften Fairplay-Regeln und deren Einhaltung nach dem Spiel diskutieren und bepunkten und es wird in gemischten Teams gespielt. Zudem spielt in der Liga das Engagement im Gesamtprojekt und im Gemeinwesen eine entscheidende Rolle. KICKFORMORE ist ein Projekt in Trägerschaft von KICKFAIR, das in Baden Württemberg in Kooperation mit dem Programm „Integration durch Sport“ beim Landessportverband Baden- Württemberg umgesetzt wird. Gefördert wird es von der Laureus Sport for Good Foundation Deutschland und dem Bundesministerium des Inneren (BMI).

In Offenburg wird das Projekt vom Stadtteil- und Familienzentrum am Mühlbach (ehemals TRAM), in Kooperation mit dem ESV Jahn Offenburg und dem Modelprojekt INTO des Deutschen Roten Kreuzes durchgeführt. Geplant ist ein Spielbetrieb im Rhythmus von einem Monat. Der Startschuss in Offenburg soll am 26. September im Schulzentrum Nordwest sein. Dreimal im Jahr wird es überregionale Spieltage geben, an denen sich die Jugendlichen aus allen Standorten der Liga treffen und neben dem Spiel über ihr Projekt austauschen können.

„Ein sehr sinnvoller Ansatz“ findet Marion Kurz vom Projekt INTO, „…denn die Jugendlichen haben hier die Möglichkeit sich mit Themen wie Toleranz, Fairplay, Gewalt, Konflikte und Regeln konstruktiv auseinander zu setzen und sich sozial zu engagieren.“ Wesentlicher Bestandteil des Projektes ist die Idee, dass Jugendliche die Organisation und die Leitung der Liga selbst übernehmen und sich regelmäßig zum Austausch treffen. „Dies wird vor allem zu Beginn des Projektes einen gewissen Anstoß von der Seite der Betreuer benötigen“, so der Projektverantwortliche in Offenburg Klaus Dietrich vom Stadtteil- und Familienzentrum am Mühlbach, „…jedoch soll darauf hingearbeitet werden, dass die Jugendlichen ihre Liga eigenverantwortlich regeln.“ An anderen Standorten wurde der Spielbetrieb in den Ganztagesunterricht integriert, „vielleicht könnte dies im Hinblick auf den Ganztagesbetrieb ab September im Schulzentrum Nordwest auch hier ein praktikabler Ansatz sein“, so Dietrich, dessen Stelle von Aktion Mensch mitfinanziert wird. Auch Alexander Simon, der als Jugendleiter und Integrationsbeauftragter beim ESV Offenburg schon reichlich Erfahrung mit der Methode „Straßenfußball für Toleranz“  gesammelt hat, ist davon überzeugt, „dass die besonderen Regeln der Methode ein sehr wichtiges Lernfeld für die Entwicklung der jungen Menschen eröffnen.“

Mehr Information über das Projekt können im Internet unter www.kickformore.org abgerufen werden. Infos erteilt auch Klaus Dietrich vom Stadtteil- und Familienzentrum am Mühlbach (ehemals TRAM), Tel.: 0781/780 768, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. .