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Integration mit Hilfe des Fußballs

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ETSV - Integrationsarbeit

ESV Offenburg engagiert sich unter anderem mit einem Jugendturnier für das friedliche Miteinander

 

Seit mittlerweile sieben Jahren setzen sich die Verantwortlichen des ESV Offenburg mit ihrer Initiative »Integration durch Sport« engagiert für das friedliche Miteinander unterschiedlicher Kulturen ein. Auch beim vierten Integrationsturnier für Jugendfußballteams am vergangenen Wochenende wurde das Thema in den Mittelpunkt gestellt.Das so genannte Integrationsturnier« für Jugendmannschaften ist eine Traditionsveranstaltung und erfreut sich immer größerer Beliebtheit. 49 Mannschaften aus der Offenburger Umgebung und dem Raum Lahr folgten diesmal der Einladung. Ausrichter ESV Offenburg nutzte diese Plattform, um einen weiteren Schritt innerhalb des jahrelangen Engagements für das Thema Integration zu tätigen.

 

 

Einen Anlass für die Wichtigkeit der Thematik bot nicht zuletzt der vergangene Sommer,  als der deutsche Nationalspieler Gerald Asamoah (Schalke04) bei einem Spiel gegen Rostocker Amateure auf Grund seiner dunklen Hautfarbe übel beleidigt wurde. Anlass genug, um noch engagierter für ein vorurteilsfreies Miteinander zu werben. »Unser Ziel war und ist, den Jugendlichen zu vermitteln, dass der Sport und das Miteinander im Mittelpunkt stehen sollen, unabhängig von Religion und Kultur«, erläutert Alexander Simon, Jugendkoordinator beim ESV Offenburg. Über sieben Jahre hat der Verein, dessen Einzugsgebiet in der ausländerreichen Offenburger Weststadt liegt, ein Konzept erstellt, das bereits einige Erfolge mit sich gebracht hat.

 

So zum Beispiel, dass aktuell 21 verschiedene Nationen beim ESV friedlich zusammenspielen. Durch die enge Zusammenarbeit mit Landessportverband und Ausländerbeirat wird beständig nach neuen Möglichkeiten und Ansätzen gesucht. »Gerade am Anfang war es schwierig, den Jugendlichen klare Regeln des Umgangs vorzugeben und die Trainer auf eine einheitliche Linie einzuschwören. Heute haben wir die Ziele erreicht, die wir uns vorgenommen haben«, bilanziert Alexander Simon zufrieden.



Im Rahmen der Turniertage, bei denen nicht der Sieg, sondern das Miteinander im Mittelpunkt stand, suchten die ESV-Mitarbeiter Kontakt zu den Trainern anderer Teams. Ziel war ein Gedankenaustausch zur Integration in den Vereinen. Im Gespräch wird deutlich, dass das Thema äußerst präsent ist. »Wir sind zwar nur ein kleiner Verein. Neue Spieler werden aber sofort integriert und aufgenommen«, erklärt Hainer Huckel (SV Eckartsweier). Beim SV Berghaupten wird Integration praktisch gehandhabt. Jugendtrainer Frank Plüfke dazu: »Man soll die Jungen einfach Fußball spielen lassen, ohne große Unterschiede zu machen. Sie sollen gemeinsam Spaß am Sport haben. Je höher man das Thema hängt, desto problematischer wird auch der Umgang miteinander.« Für Alexander Simon bleibt Integration auch künftig ein zentrales Thema: »Wir sind auf  dem richtigen Weg.« Auch die Turniertage selbst sollen stärker auf das Miteinander zugeschnitten werden. So sollen langfristig Aspekte wie Fairness höher gewichtet werden. Entsprechende Planungen werden seitens des ESV Offenburg bereits entworfen.