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ESV leistet täglich Integrationsarbeit

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ETSV - Integrationsarbeit

Teamer ausgebildet und zu Kanuwochenende gestartet.

Die Fußballabteilung im ESV leistet seit vielen Jahren aktive Integrationsarbeit. Um die Strukturen vor allem unter den 16- bis 18-jährigen Jugendlichen zu stärken wurde nun im Rahmen eines LOS-Projekts mit 32 jungen Menschen aus der Nordweststadt ein Kanuwochenende an der Donau veranstaltet. Zuvor waren zwei junge Vereinsmitglieder beim Deutschen Kanuverband zu Teamern geschult worden. Ziel ist es, solche Angebote in Zukunft öfter durchzuführen.

 



Der Anteil der Migranten in der Fußballabteilung liegt bei zirka 30 Prozent. Wie Jugendleiter Alexander Simon schildert, kommt es hier und da zu Spannungen unter den Jugendlichen. So ist die Idee entstanden, alle zusammen an einem anderen Ort unter anderen Vorzeichen zu versammeln. Hintergrund hierbei war, „dass die Jugendlichen einmal aus dem Stadtteil herauskommen.“ Geplant sind für die Zukunft weitere solcher Wochenenden.

 

 

Damit diese Aktivität realisiert werden konnte, mussten Philipp Steiner und Sascha Sauer, beide 18 Jahre alt, zu Teamern ausgebildet werden. Diese Maßnahme konnte im Rahmen des Bundesprogramms „Lokales Kapital für soziale Zwecke“ abgewickelt werden. Die jungen Männer hatten beim Deutschen Kanuverband neben der sportlichen Ausbildung im Paddeln auch die Bereiche Konfliktmediation und Teamentwicklung zu meistern.

 

Die im Rahmen dieser Fortbildung erworbenen Kompetenzen konnten dann erstmals bei dem Kanuwochenende im Donautal bei Sigmaringen getestet werden.Für die jungen Teamer und Jugendleiter Alexander Simon war das ein hartes Stück Arbeit. Bus, Boote, Zelte im Erlebniscamp an der Donau waren zu organisieren. „Unser größtes Problem waren die Boote.“ Die bekam der Verein dann schließlich vom Kanuverband in Mannheim und von den Pfadfindern Stamm Konradin Offenburg.

 

Dann stand der Fahrt auf einem Teilstück der Donau zwischen Hausen im Tal bis Sigmaringen nichts mehr im Wege. Fünf Stunden Fahrt auf dem Wasser für eine Strecke von 20 Kilometern waren eine echte Herausforderung an die Jugendlichen. „Das Projekt ist so gut angekommen und war für alle Beteiligten etwas Außergewöhnliches,“ sagt Alexander Simon. Großes Lob spendete Simon den beiden Teamern, die sich sehr engagiert und die Herausforderung angenommen haben.Im Erlebniscamp war ein Großraumzelt angemietet worden

 

Daneben stand noch ein Zelt für Küche und Aufenthalt zur Verfügung. Natürlich mussten die Teamer einen Küchenstab bilden, denn gekocht wurde selbst.Die Boote konnten in einiger Entfernung vom Zeltplatz eingesetzt werden. Also mussten zwei Leute an Land bleiben, um den Transfer zu übernehmen. Alle diese Aufgaben schweißten die Gruppe weiter zusammen.

Alexander Simon ist stolz auf dieses Ergebnis. Stolz ist er auf die erfolgreiche Integrationsarbeit, die sich die Abteilung vor fünf Jahren selbst auf die Fahne geschrieben hat. Gut funktioniert auch die Zusammenarbeit mit dem Treff am Mühlbach (TRAM). „Wir haben schließlich keine Sozialpädagogen. Wenn wir Hilfe brauchen, bekommen wir die.“ Die ESV-Fußballabteilung wurde für ihr Integrationsprojekt vom Landesportverband als Stützpunktverein ausgezeichnet. Das ist für die Zukunft Motivation.